US‑E‑Commerce liegt 2025 bei ~16% – während Onlinepreise weiter fielen
US‑E‑Commerce liegt 2025 bei ~16% – während Onlinepreise weiter fielen
Im US‑Markt können zwei Dinge gleichzeitig stimmen:
- Mehr Umsatz läuft online, und
- Onlinepreise sinken (im Schnitt) year‑over‑year über längere Phasen.
Genau diese Kombination ist relevant, wenn du Pricing Intelligence baust.
Die Kernzahlen (USA, 2024–2025)
E‑Commerce‑Anteil an Retail liegt 2025 bei ~16%.
Das U.S. Census Bureau berichtet: E‑Commerce machte in Q3 2025 16,4% der gesamten Retail‑Sales aus (seasonally adjusted). Im gleichen Release wird gezeigt, dass E‑Commerce im Jahresvergleich schneller wächst als Retail insgesamt.
FRED zeigt für die nicht saisonbereinigte Serie 15,8% in Q3 2025 — Richtung passt, Methodik (SA vs. NSA) unterscheidet sich.
Onlinepreise waren Ende 2024 rückläufig.
Adobes Digital Price Index (DPI) meldete für Oktober 2024: Onlinepreise -2,9% YoY und 26 Monate in Folge mit jährlichen Preisrückgängen. DPI ist CPI‑ähnlich modelliert, basiert aber auf großskaligen digitalen Transaktionsdaten.
Warum das fürs Wettbewerbs‑Tracking wichtig ist
Wenn Preise online komprimieren, während Online‑Nachfrage hoch bleibt:
- Promos werden häufiger und taktischer (Rabatte, Coupons, Bundles, “Free Shipping ab X”).
- Kleine Offer‑Tweaks zählen stärker als der Headline‑Preis (Versandschwelle, Lieferzusagen, Retouren‑Friction).
- Stock & Sortiment werden zu Pricing‑Hebeln (Preis bleibt “stabil”, aber Varianten/Alternativen werden ausgetauscht).
In der Praxis gewinnt immer öfter der Effektivpreis: was nach Versand, Discounts und Bedingungen wirklich bezahlt wird.
Was Trackabl speichern sollte (MVP‑Effektivpreis)
Pro SKU/Offer‑Snapshot mindestens:
- Basispreis
- Versand + Free‑Shipping‑Schwelle
- Discount‑State (Streichpreis, Badge‑Text, Coupon/Code‑Prompts)
- Verfügbarkeit (in stock / limited / out)
- Liefer‑ETA (wenn vorhanden)
Das ist das kleinste Set, um die wichtigste Frage zu beantworten:
“Wurde der Wettbewerber wirklich günstiger – oder hat er nur die Offer‑Mechanik geändert?”
Takeaway
Census‑Makrodaten + Adobes hochfrequente Online‑Preisdaten zeigen:
E‑Commerce ist groß und wächst weiter — aber Preiswettbewerb passiert über das komplette Offer (Promos, Versand, Verfügbarkeit), nicht nur über eine Zahl.
Official sources
- U.S. Census Bureau: Quarterly Retail E-Commerce Sales Report (Q3 2025: 16.4% of total, SA)
- U.S. Census Bureau PDF: Quarterly Retail E-Commerce Sales (current release PDF)
- FRED (St. Louis Fed): E-Commerce Retail Sales as a Percent of Total Sales (ECOMPCTNSA; Q3 2025: 15.8% NSA)
- Adobe Digital Price Index press release (Oct 2024: online prices -2.9% YoY; 26 consecutive months of YoY declines)
- Adobe Digital Price Index methodology page
- Adobe Digital Economy Index overview (scale: >1T retail site visits, 100M SKUs, 18 categories)
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