EU-Sweep 2025: 52% der Second-Hand-Onlinehändler verletzen womöglich Basisregeln

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EU-Sweep 2025: 52% der Second-Hand-Onlinehändler verletzen womöglich Basisregeln

Second-Hand wächst stark — aber ein EU-weiter Enforcement‑Sweep 2025 zeigt, dass viele Onlinehändler Basics nicht sauber umsetzen.

Die EU-Kommission und das CPC‑Netzwerk screenen 356 Onlinehändler für Second-Hand‑Waren und markieren 185 (52%) als potenziell nicht konform mit EU‑Verbraucherrecht.

Was gefunden wurde (EU, 2025)

Die Breakdown-Zahlen sind extrem nützlich für Pricing Intelligence:

  • 40% erklärten das Widerrufsrecht nicht klar (z. B. Rückgabe innerhalb von 14 Tagen ohne Begründung/Kosten).
  • 45% informierten nicht korrekt über Rechte bei mangelhaften Waren oder wenn Ware nicht wie beschrieben funktioniert/aussieht.
  • 57% respektierten nicht die Mindest-Gewährleistung von 1 Jahr für Second-Hand.
  • Umweltclaims: Von den 34% der Händler mit Umweltclaims waren 20% nicht ausreichend belegt und 28% offensichtlich falsch/irreführend bzw. wahrscheinlich unlauter.
  • Preistransparenz: 8% nannten nicht den Gesamtpreis inkl. Steuern.

Warum das fürs Wettbewerbs-Pricing wichtig ist

Im Second-Hand-Markt ist „Bestpreis“ selten nur der niedrigste Betrag:

  • Unklare Rückgaben oder kürzere Gewährleistung senken den effektiven Wert.
  • “Grün”-Positionierung kann Conversion treiben; irreführende Claims verändern Premium/Preiswahrnehmung.
  • Gebühren/Steuern/Versand verändern die Checkout-Realität.

Was du tracken solltest (Trackabl-Style)

Preis plus Wert‑Treiber erfassen:

  • Return-Policy: Widerrufsfenster, Rückversandkosten, Klarheit der Schritte.
  • Gewährleistung: explizite Dauer bei Second‑Hand (Signalsuche: mindestens 1 Jahr).
  • Zustand + Mängel-Formulierungen: “as is”, refurbished grading, Garantie/Warranty.
  • Umweltclaims: Claim‑Text + Belege (Zertifikate, Reparierbarkeit, Lebensdauer).
  • Gesamtpreis: inkl. Steuern, Fees, Versand.

Alerts, die wirklich helfen

  • “Preis runter” und “Rückgabe/Gewährleistung schlechter” (Wertverlust als Discount getarnt)
  • “Umweltclaim hinzugefügt/geändert” (Positionierungswechsel)
  • “Gesamtpreis im Checkout verändert” (Fees/Steuern/Versand)
  • “Return-/Gewährleistungsseite geändert” (Risiko-Shift)

Second-Hand ist nicht nur „billiger“ — es ist eine andere Wertgleichung. Wettbewerbsmonitoring sollte das abbilden.

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