EU-Verbraucher-Scoreboard 2025: Online-Käufe verursachen deutlich häufiger Probleme
EU-Verbraucher-Scoreboard 2025: Online-Käufe verursachen deutlich häufiger Probleme
Das Consumer Conditions Scoreboard 2025 der Europäischen Kommission berichtet, dass Online-Käufer über 60% häufiger Probleme mit ihren Einkäufen erleben als Menschen, die offline kaufen. Für Competitive Pricing heißt das: Preis, Promotion und Vertrauenssignale gehören zusammen — nicht nur der Preis auf der Produktseite.
Kernergebnisse (EU, Ausgabe 2025)
Aus den Scoreboard-Highlights der Kommission:
- Probleme treten online häufiger auf: 26% der Online-Käufer hatten ein Problem, über das sie sich aus legitimen Gründen beschweren wollten — gegenüber 16% bei Offline-Käufen.
- Digitale Risiken sind verbreitet: 45% der Verbraucher sind im letzten Jahr Online-Scams begegnet.
- Manipulationssignale sind häufig: viele Verbraucher berichten von Fake Reviews (66%) und irreführender Rabattkommunikation (61%).
- Sorgen über Targeting sind fast universell: 93% der Online-Käufer äußern Bedenken zu zielgerichteter Werbung (z. B. Datensammlung, zu viele Ads, unvermeidbare Personalisierung).
Bedeutung für Preis- & Promo-Monitoring
Wenn Online-Käufe mehr Probleme verursachen, reagieren Händler oft mit Rabatt-Framing, Dringlichkeit und Review-Optik. Das erzeugt zwei konkrete Risiken:
- Promo-Integritätsrisiko: Ein „Rabatt“ kann primär ein Messaging-Event sein, nicht zwingend eine echte Preissenkung.
- Signalrauschen: Relevante Preisbewegungen (echte Markdown-Events) gehen unter, wenn UI-Tricks und Mikro-Changes dominieren.
Was du tracken solltest (praktisch)
Beim Competitor-Monitoring immer Kontext zur Zahl speichern:
- Rabatt-Darstellung: Streichpreise, „statt/jetzt“, %-Badges, Countdown-Timer.
- Preis-Historie-Signale: „Vorher-Preis“-Claims und Zeiträume, wenn sichtbar.
- Review-Kontext: Änderungen bei Anzahl/Rating, „Top Reviews“, verifiziert-Labels, wechselnde Widgets.
- Checkout-Realität: Versandstaffeln, Lieferzusagen, Gebühren — alles, was den effektiven Preis verändert.
- Betrugs-/Abuse-Indikatoren: plötzliche Review-Spikes, aggressive Urgency-Banner, „nur noch X Stück“.
Minimal-Checklist für Trackabl-Alerts
- Alerts nur bei relevanten Änderungen (Schwelle + Cooldown).
- Alert-Typen trennen: Markdown, Promo-Badge-Change, Versandschwelle, Review-Spike.
- Immer einen Snapshot des Angebots-Kontexts speichern (nicht nur den Preis).
Official sources
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