ECB Daily Price Dataset: Millionen web-gescrapter Preise zeigen, warum der Effektivpreis zählt

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ECB Daily Price Dataset: Millionen web-gescrapter Preise zeigen, warum der Effektivpreis zählt

Zentralbanken setzen zunehmend auf web-gescrapte Onlinepreise, weil sie hochfrequent, zeitnah und näher an der echten Einkaufssituation sind als monatliche Stichproben.

Zwischen 2024 und 2025 zeigen mehrere Eurosystem-Publikationen (über ECB/PRISMA), wie tägliche Online-Preisdaten Preisbewegungen messbar machen und sogar beim Nowcasting der Lebensmittelinflation helfen.

Was die Forschung aufgebaut hat (DPD / PRISMA)

  • Die ECB sammelte per Web Scraping tägliche Online-Supermarktpreise und nutzte sie u. a. für Evidenz von April 2022 bis Januar 2024.
  • Die Banque de France beschreibt ein DPD-Tool, das tausende Preise täglich sammelt und so mehrere Millionen Preise für nahezu 100.000 Lebensmittelprodukte aus großen Euro-Ländern erfasst.
  • Weitere Zentralbanken (z. B. Malta) zeigen, dass web-gescrapte Supermarktpreise für Real-Time-Monitoring / Nowcasting geeignet sind.

Bedeutung für Wettbewerbs-Monitoring

Die Kernaussage: Der relevante Preis ist fast nie nur die Zahl auf der Produktseite.

Hochfrequente Daten funktionieren, weil sie die Offer-Realität abbilden:

  • Verfügbarkeit (in stock/out of stock)
  • Promo-Mechanik (Rabatte, Badge-Changes, Coupons)
  • Effektivpreis (Versand, Fees, Lieferzusagen)
  • Sortimentswechsel (Produkte verschwinden/ändern Varianten)

Wenn Zentralbanken tägliche Granularität brauchen, brauchst du im Wettbewerb mindestens Kontext + Rhythmus.

Was Trackabl daraus übernehmen kann

  1. Effektivpreis tracken
    Preis + Versand + Free-Shipping-Schwelle + Liefer-ETA speichern.

  2. Verfügbarkeit tracken
    Stock-Status und Knappheitsclaims (“nur noch X Stück”) loggen.

  3. Event-Typen trennen
    “Echtes Markdown” vs “Promo-Framing” vs “Versandschwelle” vs “Verfügbarkeit”.

  4. Sampling + Cooldowns
    Daily ist stark, aber Alerts müssen gedrosselt werden, sonst Noise.

Praktischer Benchmark

Wenn du diese Fragen datenbasiert beantworten kannst, bist du bereits nah an Research-Qualität:

  • War es eine echte Preissenkung oder haben sich Versand/Fees geändert?
  • Hat sich das Angebot geändert, weil das Produkt verschwand/wiederkam?
  • War der “Rabatt” nur ein Badge-Change?

Takeaway: Forschung bestätigt: Effektivpreis schlägt Stickerpreis.

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